Logo Aktion-Tier

Die Honigbiene (Apis)

Honigbiene
Unsere Honigbiene besitzt wie alle Insekten 6 Beine. Foto: © Ursula Bauer
Honigbiene
Während ihrer Suche nach Nektar tragen Bienen auch Blütenstaub von Blüte zu Blüten und bestäuben dadurch viele Nutz- und Wildpflanzen. Foto: © Ursula Bauer
Äpfel
Bienen bestäuben unter anderem auch fast alle Obst- und Gemüsesorten. Ohne Bienen gäbe es zum Beispiel keine Äpfel. Foto: © Ursula Bauer
Arbeitsbiene beim Nektarsammeln
Arbeitsbiene beim Nektarsammeln. Foto: © Ursula Bauer
Mobile Bienenstöcke, die an unterschiedlichen Standorten aufgestellt werden können.
Mobile Bienenstöcke, die an unterschiedlichen Standorten aufgestellt werden können. Foto: Ursula Bauer
Arbeitsbienen
Arbeitsbienen am Eingang des Bienenstocks. Foto: © Ursula Bauer
Arbeitsbienen an Honigwaben. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die männlichen Bienen (Drohe) begatten die Jungköniginnen und halten im Bienenstock die Brutwaben warm. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
In den sogenannten Weiselzelle werden Bienenköniginnen herangezogen.
In den sogenannten Weiselzelle werden Bienenköniginnen herangezogen. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Honigbienen an der Wabe.
In den gelb abgedeckelte Brutwaben werden Arbeitsbienen aufgezogen. Foto: Ursula Bauer
Bei der Honigbiene überwintert das gesamte Volk im Bienenstock. Foto: © Ursula Bauer
Aus Bienenwachs werden unter anderem Kerzen hergestellt. Foto: © Ursula Bauer
 
 

Bienen (Apiformes) gehören zur Klasse der Insekten (Insecta). Charakteristisch für alle Insekten sind die 6 Beine. Weltweit gibt es rund 20.000 verschiedene Bienenarten, von denen die bekannteste die Honigbiene (Apis) ist. Die Gattung der Honigbiene umfasst 9 Arten, wobei nur 1 Art, die Westliche Honigbiene (Apis melifera) in unseren Breiten vorkommt. Ihre weltweite Bedeutung als Honiglieferant ist enorm. Bei dieser Bienenart haben sich regional unterschiedliche Rassen herausgebildet. Von größter Bedeutung für die Imkerei war früher die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) die inzwischen jedoch durch die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica) weitgehend ersetzt wurde.

Die Honigbiene ist nicht nur unser kleinstes, sondern auch unser ältestes Nutztier. Bereits im 7ten Jahrtausend vor Christus hielten Menschen Bienenvölker zur Gewinnung von Honig und anderer Bienenprodukte. Die emsigen, staatenbildenden Insekten sind jedoch viel mehr als nur Honigproduzenten. Honigbienen bestäuben Nutz- und Wildpflanzen. Gemäß dem Deutschen Imkerbund hängen rund 80% der landwirtschaftlichen Erträge von der Bestäubung durch Honigbienen ab.

Das Bienenvolk

Ein Bienenvolk ist ein hoch entwickelter, gut organisierter Insektenstaat mit ausgeprägter Arbeitsteilung. Im Winter besteht das Volk aus 10.000 bis 40.000 Individuen, im Sommer kann die Zahl auf bis zu 50.0000 Bienen anwachsen. Die meiste Zeit des Jahres lebt nur die Königin mit Tausenden von weiblichen Arbeitsbienen im Stock. Während die einzige Bestimmung der König darin besteht, Eier zu legen, haben die Arbeitsbienen viele, streng zugeordnete Aufgabengebiete. Sie sammeln Nektar und Pollen, bringen Wasser in den Stock und ziehen die Brut auf. Die wenigen im Stock lebenden männlichen Bienen (Drohnen) haben die Aufgabe, die im Sommer herangezüchteten Jungköniginnen während des Hochzeitsfluges zu begatten.

Das Bienenjahr

Der Jahreszyklus der Honigbiene hängt auch vom Wetter ab. Daher kann er sich in unseren Breiten um mehrere Wochen verschieben, wenn sich beispielsweise der Winter länger als üblich hält.

Mitte Februar bis Ende April

Im Bienenstock werden nun unter großer Brutpflegeleistung verstärkt junge Sommerbienen herangezüchtet. Die Königin legt täglich bis zu 1.200 Eier, aus denen vorrangig Arbeitsbienen entstehen, so dass das Volk beständig wächst. Die vielen Arbeiterinnen tragen emsig Pollen und Nektar ein und es werden Vorräte für den Winter angelegt – der Honig. Ab Mitte April werden die ersten Drohnen (männliche Bienen) herangezüchtet.

Anfang Mai

Nun legt das Bienenvolk Königinnenzellen (Weiselzellen) an, in welche die alte . Daraus schlüpft später eine Jungkönigin. Bevor diese schlüpft, verlässt die alte Königin in der Regel mit einem Teil der Arbeiterinnen den Stock, um ein neues Volk zu gründen (Schwärmen). Die mit Gelee Royal ernährte Jungkönigin verlässt nach einigen Tagen den Stock und trifft sich auf sogenannten Drohnensammelplätzen mit männlichen Bienen aus unterschiedlichen Bienenvölkern zur Paarung. Nach der Begattung kehrt die Königin in den Stock zurück und beginnt mit der Eiablage.

August bis Ende September

Während dieser Zeit finden die Wintervorbereitungen statt. Die nun heranwachsenden Arbeiterinnen, die langlebiger als ihre Sommerkolleginnen sind, legen Eiweiß- und Fettpolster in Drüsen und im Hinterleib an. Die Drohnen (männliche Bienen) werden aus dem Stock vertrieben und sterben.

Oktober bis Februar

Neben der Ameise ist die Honigbiene die einzige staatenbildende Insektenart, bei der das gesamte Volk überwintert. Bei Wespen, Hummeln und allen anderen staatenbildenden Insektenarten sterben alle Individuen bis auf die Königin, welche nach der Winterruhe das neue Volk gründet.

Zu Beginn der kalten Jahreszeit bilden die langlebigen Winterbienen, die sich vom eingelagerten Honig oder von aus Zuckerwasser bereitetem Futter ernähren, im Stock eine Traube, deren Kerntemperatur konstant etwa 25° C beträgt. Im Spätwinter wird neue Brut angelegt und die Innentemperatur für die Brutpflege auf 35 ° C erhöht. Wird es außen allmählich wärmer, reinigen die Honigbienen den Stock und tragen Wasser ein. Sobald die ersten Pflanzen blühen, wird der eiweißreiche Pollen (Blütenstaub) gesammelt und der Brutbetrieb kann beginnen.

Honigbienen an der Wabe.
Foto: Ursula Bauer

Die Honigbiene - kleines Insekt mit großer Bedeutung

[Kampagnen] aktion tier hat der Honigbiene eine Aufklärungskampagne gewidmet.

[mehr]
Honigbiene beim Nektarsammeln
Foto: Sabo

Artikel zu Bienen

Biene, Hornisse & Co [Natur- und Artenschutz] Schnell selbst gebaut: Nisthilfen für Wildbienen [Natur- und Artenschutz]