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Beiderseitige nachbarliche Rücksichtnahme

Amtsgericht Mannheim, Az.: 15 C 209/13

Ein Grundstückseigentümer kann seinem Nachbarn, der zwei Katzen im Freilauf hält, nicht verbieten, dass beide Katzen, die artgemäß gehalten werden, sein Grundstück zeitweilig betreten und dabei Verschmutzungen hinterlassen. Dies folgt aus den Grundsätzen des nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnisses und der daraus begründeten Pflicht der Nachbarn zur gegenseitigen Rücksichtnahme. Erst recht gilt dies dann, wenn der so belästigte Nachbar durch geeignete Maßnahmen die Katzen von seinem Grundstück verscheuchen kann, was angesichts von technischen Mitteln auch durchaus Erfolg versprechend ist.