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Insekten, Spinnentiere & Schnecken

Spinne
Foto: © Sabo

Von Ingeborg Polaschek. Es ist unbestritten, dass wir Menschen unseren kleinen Helfern erst Aufmerksamkeit schenken, wenn wir mit ihren Verteidigungswerkzeugen Bekanntschaft machen. Insektenstiche sind wirklich kein Vergnügen und man fragt sich, ob diese kleinen Zwicker und Brummer überhaupt nötig sind. Diese Frage erübrigt sich wenn man bedenkt, dass ein einziges Hornissenvolk täglich bis zu einem Pfund Insekten an seine Brut verfüttert.

Die Antwort ist nämlich, dass es in der Natur weise eingerichtet ist indem der Eine von dem Anderen lebt. Es ist wie ein Mosaik. Fehlt ein Steinchen, kann das ganze Gefüge nicht mehr perfekt funktionieren, es gerät durcheinander und auch wir Menschen haben einen Anteil an dem Ausverkauf der Natur. Denken wir nur an die Vernichtung von Lebensräumen.

Und denken wir an jede Spinne, die aus Unkenntnis zertreten wird, weil man sie nicht im Haus haben möchte. Wer weiß schon, dass gerade sie Jagd macht auf etliche kleine stechende Insekten, die uns nachts den Schlaf rauben und dass sie, wie auch Insekten, auf dem Speiseplan unserer Vögel steht. Statt die Spinne zu töten, ist wohl der bessere Weg, sie mit einem handelsüblichen Insektengreifer zu fangen und draußen freizulassen.

Was kann man für Insekten und Spinnen tun?

In jedem Falle ist das Anlegen einer Wildblumenwiese hilfreich. Hier finden etliche Schmetterlinge ihre Blumen und auch Hummeln, Bienen und Wespen laben sich an dem süßen Nektar. Selbst ein kleines Beet dieser Art wird ebenfalls von Tausenden kleiner Krabbelgäste aufgesucht. Je vielfältiger ein Garten bepflanzt ist, desto mehr Leben kann sich entwickeln. Verschiedene einheimische Gehölze mit duftenden Blüten, Früchten und Beeren sind ebenso wichtig wie eine Wildblumenwiese. Hundsrose, Haselnuss, Feldahorn, Feuerdorn, Pfaffenhütchen sowie Weißdorn und Schlehe sind aus der Vielzahl dieser Gewächse nur einige Anziehungspunkte für Vögel, Kleinsäuger, Insekten und Spinnen. Hummeln, die Frühaufsteher unter den Insekten, werden es sicherlich begrüßen, wenn sie früh blühende, nektarhaltige Sträucher und Stauden vorfinden. Allein in Deutschland sind von 29 vorkommenden Hummelarten bereits zehn Arten regional verschwunden. Monokulturen wie Herbizideinsätze und die damit einhergehende Zerstörung von Blütenpflanzen haben diesen Rückgang bewirkt. In einem leer geputzten, mit Unkrautvernichtungsmitteln zusätzlich belasteten Garten haben unsere kleinen Helfer keine Chance.

Wespen an Weintrauben
Foto: © SaBo

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Spinnenläufer
Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

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Foto: © Ursula Bauer

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