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Säugetiere (Mammalia)

Junger Löwe in Südafrika. Foto: © Cynthia Corogin
 
 

Von Dr. Matthias Baeseler, Mai 2015. Vom kleinen Winzling (Zwergspitzmaus) mit ca. vier Gramm bis zum 800 Kilo-Koloss (Elch): Unter den Säugetieren gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch riesige Unterschiede. Bei Größe, Ernährung, Verhalten, Fortbewegung und Lebensraum sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Einige Merkmale haben fast alle Säugetiere, von der Spitzmaus bis zum Wal, gemeinsam:

  • Die Jungen werden lebend geboren und aus Milchdrüsen der Mutter mit Milch ernährt.
  • Die dichte Körperbehaarung als Wärmeschutz
  • Die Atmung über Lungen
  • Der Zahnwechsel: Säugetiere haben ein Milchzahngebiss und ein Erwachsenengebiss
  • Säugetiere sind gleichwarm, d.h. sie haben eine gleichbleibende Körpertemperatur. Die Ausnahme dazu bilden Winterschläfer.

Ca. 100 Säugetierarten leben in Deutschland. Sie besiedeln hierzulande alle Lebensräume – mehr als zwanzig Fledermausarten in der Luft, der Maulwurf im Boden, Robben in Nord- und Ostsee und Biber und Fischotter in unseren Flüssen und Seen sind nur einige Beispiele. Ein Teil von ihnen lebt in der kaum noch vorhandenen Abgeschiedenheit, wie z.B. der Wolf auf alten Militärliegenschaften, andere Säugetierarten haben zumindest teilweise auch menschliche Siedlungsgebiete erobert, z.B. der Fuchs, der Waschbär oder die Wanderratte.

In unserer Kulturgeschichte spielen Säugetiere eine große Rolle. Aus Fabeln und Märchen kennen wir den schlauen Igel, den bösen Wolf oder den sturen Esel, mit deren Geschichten schon so manches Kind aufgewachsen ist.

Säugetierarten ernähren sich sehr unterschiedlich. Fledermäuse, Spitzmäuse und Igel sind auf Insekten spezialisiert, Nagetiere und Huftiere halten sich an pflanzliche Kost, Otter und Robben bevorzugen Fisch und Raubtiere wie Wolf, Luchs und Co. sind reine Fleischfresser (Carnivoren).

So selbstverständlich uns ihre Existenz ist, so sehr sollte uns auch bewusst sein, dass viele Säugetiere stark bedroht sind. Der Verlust, die Zerschneidung oder die Vergiftung des Lebensraumes mancher Arten sind nur drei Ursachen aus einer ganzen Reihe. So gilt der Igel in einigen Bundesländern bereits als gefährdete Art.

Foto: PublicDomainImages / CC0 1.0 Universell CC0 1.0

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