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Hinweise zur richtigen Winterfütterung unserer Gartenvögel

Blaumeise am Futterhaus.
Blaumeise am Futterhaus Foto: © Ursula Bauer
Haubenmeise an Futterknödel.
Haubenmeise an Futterknödel. Foto: © Ursula Bauer
Silo-Futterhaus mit Streufutter
Diese Silo-Futterhaus ist mit einem vielfältigen Streufutter befüllt. Foto: © Ursula Bauer
Vielfältiges Streufutter mit Samen, Nüssen und Maisflocken.
Vielfältiges Streufutter mit Samen, Nüssen und Maisflocken. Foto: © Ursula Bauer
 
 

Von Ursula Bauer, Dezember 2014. Viele Menschen haben Freude daran, im Winter Vögel zu füttern und diese aus der Nähe zu beobachten. Das geht natürlich am besten durch einen Futterplatz, an dem sich Meisen, Sperlinge, Amseln und Buchfinken tummeln.

Wie bei der eigenen Nahrung sollte man auch beim Winterfutter für Vögel auf eine vielfältige Zusammensetzung und beste Qualität achten. Billigfutter aus dem Supermarkt oder dem Bauhaus ist meistens zu einseitig und häufig auch vom Vorjahr. Verschimmelte oder ranzige Nüsse und Samen können bei Vögeln zu schweren Vergiftungen und sogar zum Tod führen. Bei der Wahl des Futters sollte man bedenken, dass sich unter unseren Gartenvögeln sowohl Weichfutter- als auch Körnerfresser befinden. Für Weichfutterfresser (z.B. Amseln, Drosseln, Kleiber, Zaunkönige, Rotkehlchen, Spechte) eignet sich eine Futtermischung mit getrockneten Beeren, kleinen Sämereien und tierischen Bestandteilen wie getrockneten Mehlwürmern. Körnerfresser (z. B. Sperlinge, Grünfinken, Kernbeißer, Meisen) mögen Futtermischungen mit Sonnenblumenkernen sowie Hanf-, Mohn- und Leinsamen. Die aus Fett und Körnermischungen bestehenden Futterknödel oder -ringe sind bei den meisten Vogelarten sehr beliebt. Auch halbierte Äpfel am Boden werden gerne gefressen.

Futterhäuschen müssen so beschaffen sein, dass das Futter nicht von Regen oder Schnee durchnässt wird und die Vögel nicht darin herumlaufen und es mit ihrem Kot verschmutzen können. So lässt sich die Gefahr der Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern wie Salmonellen möglichst gering halten. aktion tier e.V. empfiehlt Futtersilos oder Futtersäulen, bei denen das Futter in einem geschützten Depot lagert und jeweils nur die Menge nachrutscht, die von den Vögeln herausgepickt wird.

Die Futterstellen sollten an überschaubaren, freien Stellen errichtet werden, damit sich keine Katzen anschleichen können. Zu Glasscheiben ist immer ein Abstand von mindestens 2 Metern erforderlich, damit die Gefahr des Scheibenanflugs möglichst gering ist. Futter sollte am frühen Morgen und am Spätnachmittag nachgefüllt werden, damit unsere gefiederten Freunde ordentlich frühstücken und vor der langen Winternacht erneut Energie tanken können.