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Eiben – schön, aber hochgiftig für Mensch und Tier
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Besonders jetzt im Frühherbst fallen die beeindruckenden Eibensträucher und -bäume auf: Leuchtend grüne Nadeln durchsetzt von knallroten Beeren. Doch Vorsicht, fast alle Pflanzenteile der Eibe sind absolut ungenießbar. „Es ist genau umgekehrt, als man eigentlich denken könnte“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Ungiftig ist von der Eibe nur der hellrote Samenmantel der Frucht, doch dafür sind die Nadeln und die in der Frucht enthaltenen Samen umso toxischer“, warnt die Veterinärin. Schon der Verzehr von wenigen Eibennadeln oder einigen Beeren, die die giftigen Samen enthalten, kann ein Tier das Leben kosten. Gefährdet sind bis auf wenige Ausnahmen alle Tierarten einschließlich des Menschen. Einzig manche Wildtiere wie Rehe und Hasen scheinen resistenter gegen die Toxine der Pflanze zu sein. Pferde, Kühe, Hunde und Katzen – sie alle erleiden starke Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod, wenn sie von der Eibe genascht haben. Erste Symptome sind Muskelzittern, Speichelfluss, geweitete Pupillen, dann kommen Krämpfe, Torkeln und Erbrechen hinzu. Im Fortgang mündet die Symptomatik in Apathie bis hin zur Bewusstlosigkeit. Schon beim Verdacht der Aufnahme von Bestandteilen einer Eibe sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Er kann bei Hund und Katze durch das Auslösen von Erbrechen versuchen, die Giftstoffe aus dem Körper zu bekommen. Ansonsten helfen Infusionen und die Gabe von Aktivkohle, die Giftmenge im Körper zu reduzieren. Besser, es kommt erst gar nicht so weit. Tierbesitzer sollten ihre Gärten und Hecken einem Giftpflanzencheck unterziehen und auf diese Weise sicherstellen, dass dort nichts wächst, was ihren Liebling gefährdet. Weitere Infos bei: Dr. med. vet. Tina Hölscher |
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