Viele Menschen geraten durch steigende Lebenshaltungskosten in finanzielle Schwierigkeiten. Bei Tierhaltern kommen die Kostensteigerungen durch die vor einigen Jahren erhöhte Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) hinzu.
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Was tun, wenn Tierarztkosten nicht bezahlt werden können

Viele Menschen geraten durch steigende Lebenshaltungskosten in finanzielle Schwierigkeiten. Bei Tierhaltern kommen die Kostensteigerungen durch die vor einigen Jahren erhöhte Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) hinzu. Die Probleme verstärken sich häufig, weil keine Kranken- oder OP-Versicherung abgeschlossen wurde. „Tierbesitzer merken oft erst bei einem Unfall oder dem Ausbruch einer ernsten Krankheit, wie schnell Tierarztkosten in die Höhe schießen können“, erklärt Ursula Bauer von aktion tier – Berlin. Es gibt jedoch auch hier verschiedene Möglichkeiten, die man zumindest prüfen sollte.

Ein frühzeitiges Gespräch mit der Tierarztpraxis ist dabei oft der wichtigste Schritt. Viele Praxen ermöglichen Ratenzahlungen, spätere Rechnungsstellung oder sogar zinsfreie Finanzierungen über Dienstleister wie BFS health finance oder Medipay. Auch die Konzentration auf das medizinisch Dringendste kann Kosten reduzieren. Sinnvoll ist außerdem, Preisvergleiche einzuholen, sobald feststeht, welche Behandlung notwendig ist. Tierärzte dürfen für identische Leistungen den einfachen, zweifachen oder dreifachen GOT Satz berechnen. „Entsprechend stark können die Preise zum Beispiel zwischen Praxen in Randlagen oder ländlichen Gebieten und Innenstadtlagen variieren“, so Biologin Bauer.

Einige Tierkliniken bieten zudem vergünstigte Sprechstunden an oder verfügen über Sozial- bzw. Härtefallfonds, über die in Einzelfällen und stets innerhalb der GOT Zuschüsse, Rabatte oder Ratenzahlungen gewährt werden. Auch Universitätskliniken können bestimmte Behandlungen günstiger anbieten, da Studierende beteiligt sind und häufig niedrigere GOT Faktoren angewendet werden. Nachfragen lohnt sich.

Vor allem für lebensrettende Notfalloperationen nutzen immer mehr Tierhalter erfolgreich Crowdfunding über Plattformen wie GoFundMe oder soziale Medien. Fotos, Befunde und Kostenvoranschläge erhöhen dabei die Erfolgsaussichten.

Aus Erfahrung sollte man lernen. „Nach einer teuren Behandlung empfehlen wir auf jeden Fall zu prüfen, ob eine Kranken- oder OP Versicherung sinnvoll ist, um sich vor zukünftigen, unerwarteten Kosten zu schützen“, rät Ursula Bauer von aktion tier.

Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage der Tierbesitzer: Wenn die notwendige tierärztliche Versorgung nicht finanziert werden kann und keine Hilfe, Ratenzahlung oder Unterstützung gefunden wird, muss das Wohl des Tieres an erster Stelle stehen. „Hund, Katze, Kleintier oder Pony dürfen nicht aus Geldmangel unbehandelt leiden“, betont Bauer. In solchen Fällen ist die Abgabe an ein Tierheim, einen Tierschutzverein, eine Pflegestelle oder verantwortungsvolle neue Halter mit den nötigen finanziellen Möglichkeiten der einzig richtige und verantwortungsvolle Schritt.

Weitere Informationen bei:

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Ursula Bauer, Diplom-Biologin
Jüdenstr. 6
13597 Berlin

Tel.: +49 30 30 111 62 30
E-Mail: berlin@aktiontier.org
www.aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V. | aktion tier Geschäftsstelle Berlin

Jüdenstrasse 6 | 13597 Berlin

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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-17 Uhr

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