Stadttauben- gefiederte Obdachlose

aktion tier unterstützt Taubenhaus am Südkreuz – 5.000-Euro-Förderung für humane Stadttaubenhilfe

Seit 2017 kümmert sich der Verein Taubenhaus am Südkreuz dank vieler ehrenamtlicher Helfer um die Stadttauben-Population in direkter Näher des Bahnhofes Südkreuz in Berlin. Rund 400 Tiere werden dort regelmäßig mit bedarfsgerechtem Futter und medizinischer Kontrolle betreut. Durch täglichen Tausch der Eier gegen Attrappen wird auf humanem Weg die Population verringert und jährlich dadurch das Schlüpfen von rund 1500 Vögeln verhindert.

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Rund 400 Tauben werden am Südkreuz in Berlin betreut.
Rund 400 Tauben werden am Südkreuz in Berlin betreut. Foto: © aktion tier

Da diese Vorgehensweise auch dem von uns postulierten Ansatz entspricht, hat aktion tier e.V. beschlossen, die Arbeit des Vereins mit einem Betrag von 5.000 Euro zu unterstützen. Am 12.08.2026 übergaben Nadine Heger und David Barndt als Vertreter von aktion tier e.V. symbolisch einen entsprechenden Scheck an Dominique Trauer, zweite Vorsitzende des Vereines Taubenhaus Südkreuz e.V. „Diese großzügige Hilfe kommt uns gerade recht. Die regelmäßigen Kosten für das speziell angemischte Taubenfutter und für tiermedizinische Produkte und Dienstleistungen belasten uns sehr, so dass jede finanzielle Hilfe für den Bestand des Taubenhauses sehr wichtig ist!“, sagt Frau Trauer.

Nadine und David, die an den Informationsständen des Vereins aktion tier e.V. in Berlin tätig sind, zeigten sich sehr beeindruckt von der Station. „Es ist schon toll, mit wie viel Engagement hier zu Werke gegangen wird“, meint Nadine, nachdem Frau Trauer ihnen die Arbeit in dem Taubenhaus näher erläutert hat. Und David ergänzt: „Für mich ist es immer eine Freude, wenn ich die von uns geförderten Projekte besuchen kann und einen persönlichen Eindruck von der Arbeit vor Ort bekomme. Das ist wichtig, da ich in vielen Gesprächen mit der Bevölkerung versuche, den Menschen den Tierschutz näher zu bringen und Aufklärung darüber zu vermitteln“. Gerade beim Thema Tauben in der Stadt ist dies nach wie vor notwendig.

Scheckübergabe mit Nadine Heger (re.) und David Barndt (li.) vom aktion tier-Aufklärungsteam Berlin und Dominique Trauer (2. Vorsitzende des Taubenschutzvereins am Südkreuz).
Scheckübergabe mit Nadine Heger (re.) und David Barndt (li.) vom aktion tier-Aufklärungsteam Berlin und Dominique Trauer (2. Vorsitzende des Taubenschutzvereins am Südkreuz). Foto: © aktion tier

Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass es sich bei Stadttauben nicht um Wildtiere, sondern um die Nachkommen verwilderter, durch Domestikation entstandener Haustauben handelt, für deren Existenz und aktuelle Situation der Mensch verantwortlich ist. Vielerorts sind die Tiere von umfangreichen Vergrämungsmaßnahmen betroffen, die jedoch oftmals nur Leid und Verletzungen verursachen. Diese Unkenntnis offenbart sich auch immer wieder in den Gesprächen, die unsere Mitarbeiter wie Nadine und David täglich mit der Bevölkerung führen. Umso wichtiger sind daher Projekte wie das Taubenhaus am Südkreuz, die auf einem humanen Weg eine Reduzierung der lokalen Stadttauben-Population erreichen

Holger Knieling

Geschäftsführer von aktion tier e.V.