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Kaninchen füttern und Igelhäuser bauen – Tierschutz-Projektwoche an der Von-Houwald-Grundschule in Straupitz

Eine ganze Woche lang widmete sich eine 6. Klasse der Von-Houwald-Grundschule in Straupitz verschiedenen Tierschutzthemen. Auch wir waren an zwei Tagen mit dabei. Während wir den ersten Tag gemeinsam im aktion tier Tierheim in Zossen verbrachten, ging es am zweiten Tag im Klassenzimmer um die Verbindung von Tier- und Naturschutz.

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Foto: © aktion tier e.V., Rebecca Klemm

Zu Besuch im Tierheim

Den Auftakt machte der Besuch der 6. Klasse in unserem Tierheim in Zossen. Dort lernten die Kinder unsere tierischen Bewohner und ihre ganz unterschiedlichen Geschichten kennen.

Gemeinsam sprachen wir über die Bedürfnisse von Tieren und darüber, was man sich vor der Anschaffung eines Haustieres unbedingt überlegen sollte. Auch die Bedeutung eines Mikrochips wurde noch einmal aufgegriffen. Diesen hatten die Kinder bereits bei einem Besuch einer Tierärztin an ihrer Schule kennengelernt. Im Tierheim wurde nun durch die vielen Fundtiere deutlich, wie wichtig die Kennzeichnung des eigenen Haustieres sein kann.

Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler bei der Kaninchenfütterung mithelfen. Für einige Kinder war es das erste Mal, dass sie einem Kaninchen so nah begegneten und damit eine besondere und wertvolle Erfahrung.

An dieser Stelle möchten wir uns außerdem ganz herzlich für die großzügigen Spenden bedanken, die uns im Rahmen des Besuchs überreicht wurden

Was haben Naturschutz und Tierschutz miteinander zu tun?

Am nächsten Tag ging es in der Schule weiter. Für unseren Projekttag stand ein ganzer Vormittag zur Verfügung. Gemeinsam beschäftigten wir uns zunächst mit der Frage, wie eng Tiere, Natur und auch wir Menschen miteinander verbunden sind.

Dafür entstand im Klassenraum ein großes Netz: Jedes Kind bekam eine Rolle, zum Beispiel eine bestimmte Tierart, eine Pflanze, Wasser oder den Menschen. Mit einem Wollknäuel stellten die Kinder anschließend Verbindungen zwischen ihren Rollen her. Immer wenn ein Zusammenhang oder eine gegenseitige Abhängigkeit bestand, wurde das Wollknäuel weitergereicht.

So entstand nach und nach ein dicht verwobenes Netz. Zunächst war es stabil. Doch dann verschwanden Tierarten aus der Natur oder Bäume wurden gefällt. Mit jedem Verlust wurde das Netz instabiler. Die Botschaft wurde dadurch ganz unmittelbar sichtbar: Alles hängt zusammen. Wenn ein Teil eines Ökosystems wegfällt, kann das Auswirkungen auf viele andere Teile des Systems haben.

Foto: © aktion tier e.V., Rebecca Klemm

Dabei stellten die Kinder auch fest, dass viele Ökosysteme ohne menschliches Eingreifen funktionieren können, der Mensch sie aber in großem Maße beeinflussen kann. Daraus ergibt sich auch eine besondere Verantwortung.

Im nächsten Schritt schauten wir uns an, welchen Gefahren Tiere ausgesetzt sind und welche Rolle menschliches Handeln dabei spielt. Denn wenn wir wissen, wie Tiere leben und was sie brauchen, können wir im Alltag Rücksicht nehmen und sie besser schützen. Oft sind es bereits kleine Veränderungen, die einen Unterschied machen können. So kann beispielsweise ein nächtlich eingesetzter Rasenmäher für einen Igel zur großen Gefahr werden. Wird der Rasen stattdessen tagsüber gemäht, lässt sich dieses Risiko deutlich verringern.

Ein tierfreundlicher Garten

Auch der Schutz von Lebensräumen ist ein wichtiger Bestandteil des Tierschutzes. Gemeinsam überlegten die Kinder deshalb, wodurch ein Garten für möglichst viele Tiere attraktiv und sicher wird.

Was gehört in einen tierfreundlichen Garten und was sollte eher vermieden werden?
Was gehört in einen tierfreundlichen Garten und was sollte eher vermieden werden? Foto: © aktion tier e.V., Rebecca Klemm

In einem gemeinsamen „idealen tierfreundlichen Garten“ fanden sich anschließend ganz unterschiedliche Elemente: Futterquellen, Verstecke, Wasserstellen mit sicheren Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, Überwinterungsplätze und Nisthilfen.

Dabei wurde deutlich: Ein tierfreundlicher Lebensraum muss weder perfekt noch besonders groß sein. Schon einzelne Elemente können Tieren Nahrung, Schutz oder einen geeigneten Platz zum Überwintern bieten. Und je strukturreicher ein Lebensraum ist, desto mehr unterschiedliche Tiere können von ihm profitieren.

Von der Theorie in die Praxis: Igelhäuser bauen

Zum Abschluss wurden die Kinder selbst aktiv. Mit viel Eifer und handwerklichem Geschick bauten sie gemeinsam mehrere Igelhäuser. In kürzester Zeit waren die ersten Häuser fertig.

Eines der Igelhäuser soll schon bald seinen Platz im ruhigen Schulgarten finden und dort passend zum Herbst einem Igel ein geschütztes Winterquartier bieten.

So endete unser gemeinsamer Projekttag mit etwas ganz Konkretem: Die Kinder haben nicht nur darüber gesprochen, wie sie Tiere und ihre Lebensräume schützen können, sondern selbst einen kleinen Beitrag für die Tierwelt geleistet.

Foto: © aktion tier e.V., Rebecca Klemm
Rebecca Klemm

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