Pressemitteilung

Gefährlicher Allerheiligenschmuck: Lilien für Katzen lebensbedrohlich

Anlässlich des anstehenden Feiertags Allerheiligen stehen weiße Blumenarrangements wieder hoch im Kurs. Besonders häufig zieren Lilien, die als klassische Trauerblume traditionsgemäß für Gnade und Wiedergeburt stehen, die Gebinde zu Allerheiligen.

Ein Beitrag von: Dr. med. vet. Tina Hölscher
Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.
Foto: Pixabay, Herzensweg2018

Doch was als stilvoller Gedenkschmuck fungiert, birgt für Katzen eine tödliche Gefahr. Lilien gehören zu den giftigsten Pflanzenarten.

„Was vielen Katzenbesitzern nicht bewusst ist: Bei Lilien ist die gesamte Pflanze hochtoxisch“, warnt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Von den Blütenblättern über den Stängel bis hin zum Blumenwasser in der Vase ist alles hochgiftig. „Am kritischsten jedoch ist der Blütenstaub für Katzen“, berichtet die Veterinärin. Die Samtpfote schnüffelt interessiert an der Blüte und der orangene Staub bleibt rund um das Näschen hängen. Das mag der Stubentiger nicht und putzt sich gründlich. Hierbei benutzt er für das Gesicht seine Pfoten, die er im Anschluss gewissenhaft ableckt und dabei das Gift aufnimmt. Innerhalb weniger Stunden treten Erbrechen, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und vermehrtes Speicheln auf. Unbehandelt führt das Gift innerhalb von 24 bis 72 Stunden zu irreparablem, akutem Nierenversagen und zum Tod.

„Besteht auch nur der geringste Verdacht, dass eine Katze an einer Lilie geknabbert oder Blütenstaub abbekommen hat, muss umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik aufgesucht werden“, rät Dr. Hölscher. Je früher eine Notfallbehandlung mit Infusionstherapie und anderen Präparaten eingeleitet wird, desto höher sind die Überlebenschancen. Besser, es kommt nicht soweit, und Katzenbesitzer machen einen großen Bogen um derlei Blumenschmuck.

weitere Informationen bei:

Dr. med. vet. Tina Hölscher

Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

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E-Mail: tierarzt[at]aktiontier.org