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05. März 2012

Kleiner Chip – große Wirkung

In verschiedenen Bundesländern wie beispielsweise Hamburg, Niedersachsen und Berlin ist es bereits Pflicht – das Kennzeichnen von Hunden mittels Chip und der Eintrag in ein Melderegister.

„Auch für Reisen mit dem Hund ins europäische Ausland herrscht bereits seit Mitte 2011 eine Chippflicht“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Hier muss die Chipnummer im ebenfalls vorgeschriebenen EU- Heimtierpass eingetragen sein.

Der Microchip, auch Transponder oder Tag genannt, dient der Identifizierung des Tieres. „In dem reiskorngroßen Chip, den der Tierarzt ohne Betäubung mit einer Injektionskanüle meist im Schulterbereich unter der Haut des Hundes platziert, ist eine 15-stellige Nummer gespeichert“, erklärt Dipl.-Biologin Ursula Bauer. Diese kann mit einem Scanner ausgelesen und das Tier somit erkannt werden. Die weltweit individuelle Chipnummer kann nicht verändert werden und bleibt ein ganzes Hundeleben lang funktionsfähig.

„Verantwortungsvolle Hundebesitzer sollten allerdings nicht so lange warten, bis eine Auslandsreise ansteht oder im Heimatort die Chippflicht eingeführt wird“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. „Wir können nur jedem Hundehalter raten, sein Tier sofort chippen zu lassen, denn die Chance, ein entlaufenes oder gestohlenes Tier wiederzufinden, erhöht sich durch den Mikrochip ganz erheblich“, so die Biologin weiter. Und mit etwa 30 Euro sollte das Chippen auch für jeden Hundebesitzer erschwinglich sein.
Die Kennzeichnung des Hundes macht allerdings nur Sinn, wenn die Chipnummer sowie die Daten des Besitzers auch in einer entsprechenden Datenbank registriert und abrufbar sind. Wichtige Datenbankanbieter in Deutschland sind beispielsweise Tasso und das Deutsche Haustierregister. Die Registrierung ist kostenlos.

„Am effektivsten wäre eine deutschlandweite Chip- und Registrierungspflicht“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Nicht zuletzt würden hierdurch auch weit weniger Hunde als bisher einfach ausgesetzt werden, da sich die Halter anhand der Transpondernummer leicht ermitteln lassen.

Weitere Informationen bei:

Diplom Biologin Ursula Bauer

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