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aktion tier Projekt Kitty Kitty-Babystation

Katzenbaby
Die Katzenbabystation des Projekts Kitty gibt es seit 2005. Foto: © aktion tier e.V.
Verwaiste Katzenwelpen.
Die aktion tier Katzenbabystation wurde für Kitten eingerichtet, die keine Mutter mehr haben. Foto: © Sandra Rutzel
Katzenbabys in der aktion Tier Babystation in Glindow.
Alle pflegebedürftigen Katzen können rund um die Uhr auf der Katzenbabystation versorgt werden. Foto: © Sandra Rutzel
Im Korb.
Die Babys von Streunerkatzen sind naturgemäß genauso scheu und wachsam wie ihre wilden Mütter. Foto: © Sandra Rutzel
Katzenbabys in der aktion tier Kitty Babystation
Die Minitiger aus der Katzenbabystation werden in gute Hände vermittelt. Foto: Sandra Rutzel
Mitarbeiter des aktion tier Aufklärungsteam helfen auf der Kitty-Katzenbabystation.
aktion tier Mitarbeiter der Öffentlichkeistarbeit auf der Kitty-Babystation in Glindow. Foto: © aktion tier e.V.
Katzenmutter mit Kitten.
Tragende Katzenmütter haben auf der Katzenbabystation die Möglichkeit, ihre Kitten zur Welt zu bringen. Foto: © Sandra Rutzel
Straßenkatzenbabys.
Für Babys von wilden Straßenkatzen ist es oft schwierig, sich an Menschen zu gewöhnen. Foto: © Sandra Rutzel
Katzenbaby
Die Katzenbabys müssen langsam an den Menschen gewöhnt werden. Foto: © aktion tier e.V.
Kranker Katzenwelpe.
Streunerkatzen sind meistens krank, hungrig und sehr misstrauisch: Das Leben auf der Straße ist hart. Foto: © aktion tier e.V.
 
 

Am 05. Oktober 2005 wurde die bundesweit erste Straßenkatzen-Babystation in Glindow bei Berlin fertiggestellt. In der aktion tier "Kitty-Babystation" werden hilfsbedürftige oder verwaiste Katzenkinder versorgt und für eine Vermittlung vorbereitet. Denn trotz der jährlich etwa 700 Kastrationen durch das Kitty-Forum Berlin werden in Berlin und Umgebung noch immer massenweise Katzenbabys auf der Straße geboren.

Warum eröffnete aktion tier eine Katzenbabystation?

Das Leid der Berliner Straßenkatzen ist bekanntermaßen groß. Den Gefahren der Großstadt ausgesetzt, kämpfen über 40.000 verwilderte Hauskatzen tagtäglich ums Überleben – immer hungrig, meistens krank, scheu und misstrauisch. Trotz der schlechten Lebensbedingungen kann jede unkastrierte Streunerkatze zwei- bis dreimal im Jahr jeweils bis zu sieben Junge werfen. Mit etwa 500 Kastrationen pro Jahr leistet das aktion tier-Katzenschutzprojekt aktion kitty einen wesentlichen Beitrag zur Bestandsregulierung der Berliner Streunerkatzen- Population. Dennoch können wir nicht verhindern, dass jedes Jahr zahlreiche Katzenbabys auf der Straße geboren werden. Für diese Kätzchen hat aktion tier jetzt eine eigene Auffangstation vor den Toren Berlins, in Werder, Ortsteil Glindow, errichtet. In der Station, die sich auf dem Gelände des aktion tier-Partnervereins "Berliner Katzenschutz e.V." befindet, können bis zu 15 Straßenkatzen mit ihren Jungen aufgenommen werden.

Die Babys von Streunerkatzen sind naturgemäß genauso scheu und wachsam wie ihre wilden Mütter. Sind die Kleinen mehr als zehn Wochen lang auf der Straße, kann man sie nur noch unter großen Mühen und mit einem enormen Zeitaufwand zähmen. Daher sind wir bestrebt, die Babys möglichst früh zu finden. Die Kleinen werden dann gemeinsam mit ihrer Mutter eingefangen. Ein relativ schwieriges Unterfangen, welches die ganze Konzentration unserer Profi-Fänger erfordert. Das Vorhaben gelingt am ehesten, wenn die noch nicht lauffähigen Katzenkinder bereits gefunden wurden und nur noch die Mutter einzufangen ist. In diesem Fall werden die Babys in oder hinter der Falle in einem kleinen Körbchen deponiert. Durch das Geschrei angelockt, geht auch die Katzenmutter früher oder später in die Falle. Bevor sie nach Glindow in unsere neue Babystation gebracht werden können, müssen die Streunerkatzen natürlich zuerst vom Tierarzt durchgecheckt werden. Ist alles o.k., bezieht die ganze Katzenfamilie eine der geräumigen Boxen in der Station.

"Zwangsschmusen" - Die Zeit des Zähmens

Jetzt beginnt die für alle Beteiligten anstrengende Zeit des Zähmens. Wir nennen es auch "Zwangsschmusen". Denn richtig wilde Streunerbabys müssen tatsächlich so lange geknuddelt und gekitzelt werden, bis sie an den Berührungen Freude haben. Das kann mehrere Wochen dauern. Viele Stunden und viele Kratzer später wird die Mühe der Pflegerinnen und Pfleger jedoch belohnt. Plötzlich steht auch der wildeste Straßentiger schnurrend und mit erhobenem Schwänzchen am Boxengitter und wartet gierig auf die am Anfang so verhassten Streicheleinheiten. Im Alter von etwa zehn Wochen können die Kleinen dann vermittelt werden. Da echte Straßenkatzen derart wild sind, dass sie sich nicht an ein Leben bei Menschen gewöhnen können, werden die Katzenmütter nach der Stillzeit kastriert und wieder an ihrer alten Futterstelle freigelassen. Bei der Vermittlung der jungen Kätzchen achtet Herr Kindt, der Leiter der Babystation, sorgfältig darauf, dass "Topf" und "Deckel" zusammenpassen. Auch soziale Gefüge bei den Katzen sind ein entscheidendes Kriterium. So werden beispielsweise verwaist aufgefundene Katzenkinder, die eine sehr enge Bindung zueinander haben, in der Regel auch nur gemeinsam vermittelt. Haben sich Katzenfreund und Stubentiger schließlich gefunden, ist wieder Platz in der Babystation. Aber nicht lange, denn täglich gehen Hilferufe ein, dass Streunerbabys gefunden wurden. Die Auffangstation ist permanent bis auf den letzten Platz voll ausgelastet.

aktion tier Projekt

Projekt Kitty Babystation

Berliner Katzenschutz e.V.
Ziemensstr. 84 B
14542 Glindow
Ansprechpartner:
Harry Kindt
Telefon:
+49 3379 445533
Mobil:
+49 3327 42587
E-Mail:
kindt.hummelwiese[at] remove-this.t-online.de
Website:
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