Pressemitteilung

Alte Weihnachtsbäume nichts für Tiere

Kaum sind die Feiertage rum, schon werden die Weihnachtsbäume an die Straße gestellt. Warum nicht noch ein paar Zweige abschneiden und den Kaninchen geben? Schließlich sollen die ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe gut für Verdauung und Atemwege sein. Oder den ganzen Baum in die Pferdekoppel legen? In vielen Zoos sieht man ja auch immer Weihnachtsbäume in den Gehegen.

Pestizidrückstände in konventionellen Weihnachtsbäumen sind giftig für Tiere. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

aktion tier rät dringend davon ab, Tieren konventionelle Christbäume als Futter oder Spielzeug zu geben. „Die fast 30 Millionen hierzulande zum Fest gefällten Fichten und Tannen stammen größtenteils aus Monokulturen, die intensiv gespritzt und gedüngt werden“, erläutert Ursula Bauer von aktion tier. Neben umweltbelastenden Wachstumsförderern werden vor allem chemische Pestizide eingesetzt. Darunter beispielsweise Glyphosat, um das Unkraut zwischen den Reihen zu vernichten sowie diverse Mittel, um die Bäume gegen Pilzbefall und Schadinsekten zu schützen. Zum Teil sollen sogar in der EU nicht zugelassene Chemikalien illegal eingesetzt werden.

Rückstände der Gifte sind auch nach dem Fällen in und an den Bäumen nachweisbar. In der Wohnung sollen die Gehölze für die danebensitzenden Menschen ungefährlich sein. „Im unmittelbaren Kontakt oder durch Benagen oder Fressen können die Schadstoffe jedoch in den Tierkörper gelangen und der Gesundheit schaden“, warnt Biologin Bauer und empfiehlt, Tieren nur zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume, die ohne Gifte aufgewachsen sind, zur Verfügung zu stellen.

Die Annahme, die Müllabfuhr würde die Bäume auf der Straße einsammeln und direkt in den Zoo liefern, ist übrigens falsch. Aufgrund der potenziellen Gefahr durch Wachsreste, Lametta oder sonstige Dekoteilchen nehmen Zoos in der Regel überhaupt keine Privatbäume an. Allerdings sind in einigen Einrichtungen die bei Händlern übriggebliebenen Weihnachtsbäume gern gesehen und werden auch zum Beispiel an Elefanten verfüttert. „Wir können nur hoffen, dass es sich dabei um ungespritzte Bio-Weihnachtsbäume handelt“, so Bauer abschließend.

weitere Informationen bei:

Ursula Bauer

Diplom-Biologin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

aktion tier e.V.
Jüdenstr. 6
13597  Berlin
Berlin

Tel.: +49 30 30 111 62 30
E-Mail: berlin[at]aktiontier.org
Website: http://www.aktiontier.org