Ratgeber Tiermedizin

Milben

Milben sind kaum sichtbare Parasiten.

Ohrmilbenbefall bei einer Katze. Foto: © Ursula Bauer, aktion tier

Sie leben auf Gräsern, Sträuchern und Wiesen. Wenn er Gelegenheit bekommt, haftet er sich ähnlich wie Zecken an die Haut vorbeikommender Säugetiere. Sie siedeln sich bevorzugt im Zwischenzehenbereich, Hals, Ohren, Bauch und Innenschenkel an. Daher gibt es verschiedene Milbenarten, wie beispielsweise die Haarbalg-, Räude-, Raub- oder Ohrmilbe. Mit einem Haken ritzt sich die Larve durch Haut und löst die darunterliegende Hautschicht mit einem Speichelsekret auf. Die so entstandene Flüssigkeit wird als Nahrung aufgesaugt.

Symptome

  • heftiger Juckreiz
  • starke Unruhe
  • kahle Stellen, die mit trockenen, schuppigen oder mit rötlichen Krusten bedeckt sind

Bei der Ohrmilbe kommt es  durch den starken Juckreiz zu Entzündungen und das Trommelfell wird geschädigt.

Nicht jedes Tier mit Herbstgrasmilbenbefall muss behandelt werden, denn außer dem sehr starken Juckreiz, schädigen sie den Vierbeiner nicht. Zudem verschwinden die Larven nach zwei bis drei Tagen von selbst. Kommt es jedoch zu den oben beschriebenen Hautveränderungen und kratzt sich das Tier andauernd, sollte man helfend einschreiten. Abhilfe verschafft eine manuelle Entfernung der Milbennester und ein Shampoo, das antiparasitäre Wirkstoffe enthält.

Bei besonders empfindlichen oder sehr stark befallenen Tieren sollte ein Fachmann aufgesucht werden.

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