aktion tier Tierheim Teneriffa

Wie ich zu meinen Podencos kam

Hunde begleiteten mich von klein auf. Meine Eltern hatten eine Rauhaardackelzucht, später kamen Deutschdrahthaar und Jagdterrier dazu. Auch ich hatte immer einen Rauhaardackel, bis mein letzter Hund im Oktober 2005 verstarb. Zunächst wollte ich keinen neuen Hund, doch nach 14 Tagen ohne Vierbeiner fuhr ich täglich ins Tierheim Mayen, einem Partner-Tierheim von aktion tier, um Hunde auszuführen.

Doya war meine erste Tierschutzhündin nach dem Tod meines letzten Rauhaardackels.
Doya war meine erste Tierschutzhündin nach dem Tod meines letzten Rauhaardackels. Doya war ein Podenco Mix und eine ehemalige Straßenhündin aus Madrid. Sie kam im November 2005 zu mir und verstarb am 18. Oktober 2009. Durch Doya bin ich auf den Podenco gekommen. Foto: © Inge Gail

Kurz darauf rief mich eine Tierpflegerin an, die Hunde aus Madrid mitgebracht hatte – darunter die Podenco-Mix-Hündin Doya. Sie fragte, ob ich Interesse an ihr hätte. Am nächsten Tag holte ich Doya ab. Sie war älter, ängstlich und mein erster Tierschutzhund – und ich verliebte mich in die Rasse. Vier Jahre lebte sie bei mir, bis sie 2009 an Nierenversagen starb. Noch am selben Tag zog Podencohündin Kayla aus einer Perrera auf Fuerteventura bei mir ein. Wenig später kam Perri dazu, ein dünner junger Podenco aus dem Tierheim, den man liebevoll „Rippchen“ nannte. Kayla nahm ihn sofort an. Aus dem zierlichen Kerl wurde ein stattlicher Podenco, ein fröhlicher Clown, der Türen öffnen, „lachen“ und sogar Keyboard spielen konnte. Kayla und Perri waren ein eingespieltes Team und liebten lange Spaziergänge und Mäusebuddeln.

Kayla. Nach Doyas Tod am 18. Oktober 2009 zog am gleichen Tag Kayla bei mir ein.
Kayla. Nach Doyas Tod am 18. Oktober 2009 zog am gleichen Tag Kayla bei mir ein. Kayla kam ursprünglich aus einer Tötungsstation in Fuerteventura. Am 8. April 2020 verstarb sie im Alter von 15 Jahren. Foto: © Inge Gail

Kayla verstarb 2020 mit 15 Jahren. Sie war zuletzt gelähmt und nutzte einen Rolli, mit dem sie noch Freude an Spaziergängen hatte. Ihr Tod traf uns schwer, besonders Perri. Für ihn suchte ich einen neuen Partner – und fand ihn im aktion tier-Tierheim Acción del Sol auf Teneriffa: Pomo. Er kam im August 2020 zu uns, und die beiden wurden unzertrennlich. Perri hatte seit jungen Jahren einen Herzklappenfehler und musste regelmäßig zum Ultraschall. Trotz Medikamente blieb er aktiv. Doch am 12. Dezember 2022 starb er plötzlich an einem Herzanfall nach einem Rückwärtsniesen – in meinen Armen. Pomo wich ihm bis zuletzt nicht von der Seite und trauerte tief.

Perri und Pomo. Perri zog am 4. April 2013 bei mir und Kayla ein.
Perri und Pomo. Perri zog am 4. April 2013 bei mir und Kayla ein. Er kam aus dem aktion tier-Tierheim Acción del Sol auf Teneriffa. Perri verstarb am 12. Dezember 2022. Foto: © Inge Gail

Schon am nächsten Tag fragte man mich, ob ich eine ältere Podenca aus Teneriffa aufnehmen würde: Helga. Ich hatte sie kurz zuvor auf Facebook geteilt und gehofft, dass sie ein Zuhause findet. Am 20. Dezember 2022 reiste sie nach Mayen und zog bei uns ein. Die ersten Tage waren holprig, doch bald wurden Helga und Pomo ein Herz und eine Seele. Helga blühte auf, liebte Spielzeuge, Intelligenzspiele und drehte im Garten richtig auf. Sie war ein wunderbares altes Mädchen. Im Juli 2025 ging es ihr plötzlich schlecht. Am 13. Juli, einen Tag vor ihrem 13. Geburtstag, verstarb sie nachts friedlich in ihrem Bett. Pomo hatte ihren Tod wohl gespürt und wich ihr nicht mehr von der Seite. Auch bei ihrer Einäscherung waren wir dabei.

Da Pomo erneut schwer trauerte, suchte ich wieder einen passenden Partner für ihn. Aus Teneriffa kam die hübsche Podenca Elsa. Sie war ängstlich und hatte schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht. Pomo begegnete ihr von Anfang an rücksichtsvoll. Nach und nach taute Elsa auf, suchte Pomo immer öfter, und die beiden wurden ein enges Team. Elsa bekommt bei uns alle Zeit, die sie braucht, um ihre Ängste zu verlieren.

Und Pomo – er bleibt ein Engel auf vier Pfoten