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14. November 2017

Ungesicherte Balkone sind für Katzen lebensgefährlich

„Mein Kater ist brav, der springt nicht vom Balkon“. Aussagen dieser Art hören wir fast täglich. Ebenso häufig sind jedoch auch Anrufe von verzweifelten Katzenbesitzern, deren Tiere gerade noch auf der Dachterrasse oder auf dem Balkon in der Sonne dösten und jetzt schwer verletzt im Innenhof auf dem Asphalt liegen.

„Katzen können jederzeit vom Balkon springen oder stürzen – egal aus welchem Stockwerk“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Bewusst oder aus Versehen, weil sie zum Beispiel auf der Brüstung herumklettern und den Halt verlieren. Manchmal springen die Tiere auch im Jagdfieber einem Schmetterling oder Vogel hinterher.

Ein Sturz oder Sprung muss nicht immer mit Verletzungen oder dem Tod enden. Grundsätzlich gilt aber: Je tiefer der Fall umso sicherer der Tod. „Sogar ein unglücklicher Sturz aus dem ersten Stock kann Knochenbrüche, innere Blutungen oder einen Genickbruch zur Folge haben“, weiß aktion tier- Mitarbeiterin Ursula Bauer. Und selbst wenn eine Katze glimpflich davongekommen ist, kann sie derart geschockt und traumatisiert sein, dass sie in Panik flüchtet, sich tagelang versteckt und mitunter sogar für immer verschwindet.

Gerade bei Stadtwohnungen in Mehrfamilienhäusern, wo der Stubentiger nicht einfach nach Draußen gelassen werden kann, bieten Dachterrassen und Balkone für die Tiere die einzige Möglichkeit, sich an der frischen Luft aufzuhalten. Ein spezielles Katzennetz zur Absicherung ist aus Tierschutzgründen jedoch eine absolute Grundvoraussetzung. Wie die zahlreichen Abstürze zeigen, scheint dies alledings vielen Haltern nicht klar zu sein. Sie scheuen die Kosten und Mühen, wollen den Balkon nicht `verschandeln` oder unterschätzen schlichtweg die Gefahr, die ihrem Tier droht.

„Weder landet eine Katze immer auf den Füßen noch verfügt sie über sieben Leben“, betont Ursula Bauer von aktion tier. Daher sollten verantwortungsbewusste Katzenhalter ihre Tiere nicht unnötig gefährden und die Dachterrasse oder den Balkon grundsätzlich mit einem Netz absichern.

Weitere Informationen bei:

Diplom Biologin Ursula Bauer

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