Im Rahmen der Tierschutz-AG wurde an der Elisabeth-Christinen-Grundschule bereits im Vorfeld ausführlich über sogenannte „Nutz“tiere gesprochen. Die Schüler lernten, was Domestikation bedeutet und wie sich Haus-, Nutz- und Wildtiere voneinander unterscheiden. Im weiteren Verlauf wurde geklärt, welche Produkte Nutztiere den Menschen liefern. Anschließend durften sich die Kinder ein Nutztier aussuchen, mit dem sie sich näher beschäftigen wollten. Die Kinder wollten unbedingt mehr über das Huhn erfahren – und so war der Schritt zur Legehenne und schließlich auch zum Osterei nicht weit.
aktion tier JUNIOR Tierschutz-AG – Osterbasteln an der Elisabeth-Christinen-Grundschule
Kurz vor Beginn der Osterferien wurde im Rahmen der Tierschutz-AG an der Elisabeth-Christinen-Grundschule in Berlin Pankow eifrig gebastelt. Unter dem Thema „Mein tierfreundliches Osterfest“ fertigten die Kinder Osterschmuck aus tierschutzfreundlichen Materialien für Zuhause an.

Nachdem zunächst die natürlichen Bedürfnisse von Hühnern besprochen worden waren, ging es im nächsten Schritt um die Haltung der Legehennen. Spielerisch wurde den Kindern unter anderem die Platzproblematik der Legehennen nähergebracht. Da „Begreifen“ bekanntlich von „Greifen“ kommt, durften die Schüler anschließend selbst Eier auf ihre Herkunft hin untersuchen. Zu diesem Zweck wurden aber nicht extra Eier gekauft, sondern Ei-Attrappen verteilt, die mit einem Eierstempel versehen waren. Zum Glück waren es keine echten Eier, denn manch ein Ei fiel im Eifer des Gefechts dabei doch auch mal zu Boden!
Nun durften die Kinder selbst Detektiv spielen und herausfinden, aus welcher Haltungsform die jeweiligen Eier stammten: Kleingruppenhaltung, Bodenhaltung, Freiland- oder Biohaltung. Getreu dem Motto „Augen auf beim Eierkauf!“ wurde den Kindern vermittelt, dass es sich lohnt, beim Einkaufen näher hinzusehen. Mit einfachen Merkhilfen fiel es den Kindern leicht, sich die Nummern einzuprägen, die für die jeweilige Haltung auf dem Eierstempel zu finden sind: „Die 3 ist Tierquälerei“ oder „Bi0“.
Gemeinsam wurden Möglichkeiten besprochen, wie wir alle dazu beitragen können, das Leid von Legehennen zu verringern – besonders mit Blick auf den erhöhten Eierkonsum zu jedem Osterfest.
Dabei erfuhren die Kinder auch, dass gerade die bunt gefärbten und gekochten Eier aus dem Supermarkt, die besonders schön glänzen, aus Kostengründen häufig aus schlechteren Haltungsbedingungen stammen. Da der Eierstempel bei den gefärbten Eiern nicht mehr erkennbar ist, lässt sich die Herkunft nicht nachvollziehen. Deshalb rät aktion tier grundsätzlich von dem Kauf von gefärbten Eiern im Supermarkt ab. Im Gespräch mit den Kindern wurde über Alternativen nachgedacht. Neben einem bewussteren Konsum sowie der Möglichkeit, den Eierkonsum generell zu reduzieren oder Eier zu ersetzen (z. B. beim Backen), wurde auch über eine tierleidfreie Osterdekoration gesprochen. Da das Ausblasen von Eiern zum Aufhängen zwar Spaß machen kann, aber dafür wieder mehr Eier gekauft werden müssen und die ausgeblasenen Eier auch leicht kaputt gehen, kamen als alternative Dekorationsmöglichkeit Plastikeier auf. In diesem Zusammenhang wurde auch über den Umweltaspekt von Plastik gesprochen und darüber, dass Plastikeier nur dann nachhaltig sind, wenn sie über mehrere Jahre hinweg verwendet werden.
Nach diesem Exkurs durften die Kinder dann auch selbst Hand anlegen: Mit Pinsel, bunten Farben und fröhlichen Osterstickern durften sie nun selbst kreativ werden und Eier bemalen. Außerdem wurde auch noch anderweitig fleißig gebastelt: Aus alten Eierkartons wurden kleine Eierhalter ausgeschnitten, die mit Tonpapier, Klebstoff und viel Liebe zum Detail in kleine Hühner bzw. Hähne verwandelt wurden.
Da Bastelfedern häufig aus echten Federn hergestellt werden, wurde in Absprache mit den Kindern eine tierleidfreie Alternative benutzt: Aus kleinen Stücken von Geschenkbändern setzten sie einen bunten Hahnenschwanz zusammen. Dabei konnten, wie bei echten Hahnenfedern, mal längere und mal kürzere Bänder zu einem glänzenden, bunten Hahnenschwanz kombiniert werden. Auf diese Weise können auch kleinste Reste eines Geschenkbands noch eine tolle Verwendung finden. Am Ende der Stunde durften die Kinder ihre selbst gebastelten und bemalten Hähne und Eier natürlich als Osterdekoration mit nach Hause nehmen.
Das gemeinsame Gestalten tierfreundlicher Osterdekorationen fördert die Kreativität der Kinder und bereitet ihnen große Freude.






