Meine Aufgabe ist es seit drei Jahren, Katzenkolonien zu betreuen, verwilderte Hauskatzen tierschonend einzufangen, sie kastrieren und kennzeichnen zu lassen sowie medizinisch zu versorgen. Die Tiere werden anschließend – sofern eine gesicherte Betreuung gewährleistet ist – wieder in ihre angestammten Kolonien zurückgeführt, wo sie regelmäßig mit Futter, Wasser, warmen Liegeplätzen und Schutz versorgt werden. Diese Arbeit hat mir einen sehr realistischen, unverfälschten Einblick in die tatsächliche Situation vor Ort gegeben. Ich spreche heute also nicht aus theoretischer Perspektive, sondern aus täglicher praktischer Erfahrung.
Wir stehen heute vor einer Aufgabe, die zu lange übersehen, verschoben oder allein dem Ehrenamt überlassen wurde: dem Schutz unserer Hauskatzen und der nachhaltigen Bewältigung der stetig wachsenden Population verwilderter Tiere. Was viele nicht wissen – oder nicht sehen wollen: Dieses Problem betrifft nicht nur den Tierschutz. Es betrifft unsere Kommunen, unsere Haushalte, unsere Infrastruktur und letztlich unsere gesellschaftliche Verantwortung.










