Rückepferde

Waldarbeiten werden oft im Winter gemacht, denn dann fließt in den Adern der Bäume weniger Wasser und das Holz ist somit trockener. Es kann schneller weiter verarbeitet oder als Brennholz genutzt werden. In Hanglagen oder in naturnahen Wäldern werden häufig Pferde zum sogenannten Holzrücken genutzt. 

Kaltblut beim Holzrücken. Foto: © aktion tier e.V.

Das Holzrücken mit Rückepferden hat den Vorteil, dass Pferde im Gegensatz zu den schweren Forstschleppern auch in unwegsamem und steilem Gelände gut vorankommen und einzelne Stämme herausziehen, ohne die noch stehenden Bäume zu beschädigen. Da Pferde außerdem den Boden nicht verdichten, sind sie auch heute im Rahmen einer naturnahe Waldwirtschaft unersetzliche Helfer.

Für diese körperlich schwere Arbeit werden in der Regel nur kräftige Kaltblutpferde wie Noriker, Schwarzwälder Kaltblut, Shire Horse, Mecklenburger Kaltblut und Belgier mit einem Körpergewicht ab etwa 700kg eingesetzt.

Kaltblut beim Holzrücken. Foto: © aktion tier e.V.

Ursula Bauer

Diplom-Biologin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

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