Pressemitteilung

Welpen-Sozialisierung trotz geschlossener Hundeschulen!

Die Pandemie zeigt erstaunliche Auswüchse, zum Beispiel eine regelrechte Flut junger Hunde. Bei den Züchtern heißt es oft: „ausverkauft“. Doch woran bei der Anschaffung aktuell kaum einer denkt: Der Welpe ist auf einmal da, aber viele Hundeschulen sind geschlossen.

Foto: © A. Sieme

Ausgerechnet jetzt stehen viele Neuhundebesitzer vor dem Dilemma, ihren Liebling gut erziehen zu wollen, doch die richtige Anleitung fehlt. Dies ist umso dramatischer, als hier vor allem die ersten Lebenswochen des Hundes entscheidend für sein ganzes weiteres Hundeleben sind.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“, fasst Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Problematik zusammen. „Die ersten Lebensmonate bezeichnet man als Prägungs- und Sozialisierungsphase beim Hund. In dieser soll das Tier alles Wesentliche lernen, was es später können soll, das lässt sich kaum mehr in Gänze nachholen!“, erklärt sie die Wichtigkeit dieser Zeitspanne. Wird jetzt wegen des Lockdowns die Sozialisierung der Vierbeiner übergangen, könnte dies in Zukunft fatale Folgen haben. Werden hier Fehler gemacht, wird das tierische Familienmitglied möglicherweise schnell zur Last. Im schlechtesten Fall endet es im Tierheim.

„Vor allem frischgebackene Tierbesitzer sollten sich unbedingt Unterstützung holen, denn vieles macht man intuitiv einfach falsch“, rät die Veterinärin eindringlich. „Entweder sollten sie Einzelstunden bei einem Trainer buchen oder aber sich an erfahrene Hundebesitzer wenden, um sich Tipps geben zu lassen“, so ihre Empfehlung. Im Hier und Jetzt Zeit und Geld zu investieren ist deutlich effektiver, als im Nachgang zu versuchen, die Fehler auszumerzen.

weitere Informationen bei:

Dr. med. vet. Tina Hölscher

Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt[at]aktiontier.org

Verwandte Nachrichten