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Heiße Herdplatten sind Katzenfallen

MÜNCHEN. Katzen lassen sich nicht erziehen, und wenn überhaupt, dann allenfalls in sehr beschränktem Rahmen. Sie spielen nur, wenn sie wollen, lassen sich nur beschmusen, wenn ihnen wirklich danach ist, und wenn sie auf den Tisch oder die Arbeitsplatte springen möchten, dann tun sie das meistens, ob es erlaubt ist oder nicht.

Doch genau hier lauert die Gefahr. Herdplatten sind heutzutage meist in die Arbeitsbereiche der Küche integriert. Sind sie nach dem Kochen noch heiß, können Katzenpfoten bei Kontakt schwere Verbrennungen davon tragen.

„Leider sehen wir derartige Pfotenverletzungen in der Praxis relativ häufig“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., aus ihrer Sprechstunde. Die Hitze der Kochplatte ist für die Katze zunächst nicht wahrnehmbar. Die Herdplatte riecht nicht und sieht nicht bedrohlich aus, somit hat der Stubentiger keine Chance, die Gefahr zu wittern. Erst wenn er die Pfote auf die Platte setzt, bemerkt der Vierbeiner den Schmerz. Doch jetzt ist es zu spät!

„Passiert so ein Unglück, soll die Pfote sofort unter fließendem, kaltem Wasser gekühlt werden, genauso wie man menschliche Verbrennungen behandeln würde“, beschreibt die Tierärztin die erste Hilfe für die Katze. Je nach Schweregrad der Verbrennung muss im Anschluss ein Tierarzt aufgesucht werden. Er behandelt die Läsion mit Salben und legt einen Verband an, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Wunde zu schützen. Schmerzmittel können die nächsten Tage für das Tier erleichtern. Besser es kommt gar nicht so weit. „Stellen Sie nach dem Kochen einen mit Wasser gefüllten Topf auf die heiße Platte“, rät Frau Dr. Hölscher. So kann die Katze das noch heiße Kochfeld nicht betreten und die Gefahr ist mit einfachen Mitteln gebannt.

Weitere Informationen bei:

aktion tier e.V.
Dr. med. vet. Tina Hölscher

Mobil:
+49 177 2451198
E-Mail:
tierarzt[at] remove-this.aktiontier.org