„Neben biegsamen Gräsern, Pflanzenstängeln, dünnen Zweigen, trockenem Moos und Kiefernnadeln eignet sich besonders Kapok“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Die auch als ´Pflanzendaune´ bekannte Faser stammt aus den Fruchtkapseln des Kapokbaumes (Ceiba pentandra), der in den Regenwäldern Afrikas und Asiens wächst, wo er weder bewässert noch gedüngt oder mit Pestiziden behandelt wird. Die reifen Kapseln werden geerntet, die Fasern luftgetrocknet und mechanisch von den Samen getrennt. Sie bleiben unbehandelt, sind vollständig kompostierbar und verursachen CO₂-Emissionen nur durch den Transport.
Seit über 100 Jahren werden Kapokfasern wegen ihrer hervorragenden Isolationswirkung als Füll- und Dämmmaterial sowie zunehmend als pflanzlicher Daunenersatz in der Bekleidungs- und Bettwarenindustrie verwendet „Durch seine dämmenden und wärmenden Eigenschaften ist Kapok ideal zum Auspolstern und Isolieren von Wildvogelnestern und Eichhörnchenkobeln“, weiß Biologin Bauer von aktion tier. Diese bleiben zudem trocken und sauber, da die Pflanzenfasern von einer dünnen Wachsschicht umgeben sind und dadurch weder Wasser noch Schmutz aufnehmen. Als Nebeneffekt des trockenen Milieus wirkt Kapok auch gegen Bakterien und Schädlinge wie Milben, Flöhe und Federlinge, die sich vorrangig in feuchter Umgebung wohlfühlen. Außerdem sind die Kapokfasern kurz, so dass sich die Tierkinder weder darin verheddern noch strangulieren können.
Man kann die Pflanzendaunen in einer Schale an einer erhöhten Stelle platzieren, in einer Astgabel befestigen oder spezielle Spender sowie die Halterungen für lose Futterknödel verwenden. Wichtig ist, dass der Standort katzensicher ist.
Nistmaterial kann das ganze Jahr hindurch angeboten werden. Besonders sinnvoll ist es jedoch während der Brutphase von Eichhörnchen und Singvögeln zwischen Januar und August.
Kapok ist für wenige Euro im Bastel- oder Heimtierbedarf erhältlich und eignet sich auch als Nistmaterial für Hamster, Meerschweinchen und Ziervögel sowie für Hummel- Nistkästen.
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