„Um hier Gut von Böse zu trennen, kann eine erste Maßnahme sein, die Körpertemperatur seines Haustieres zu messen“, empfiehlt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Hierzu benötigt man ein herkömmliches Fieberthermometer. Moderne Thermometer für Menschen, mittels derer die Körpertemperatur im Ohr gemessen wird, eignen sich für unsere Haustiere nicht. Bei ihnen ist die Anatomie der Ohrmuschel zu unterschiedlich, als dass diese Messgeräte verlässliche Messwerte liefern würden.
„Grundsätzlich braucht man eine Hilfsperson, die das Tier festhält und liebevoll beruhigt“, leitet Dr. Hölscher den Vorgang des Messens an. „Die Spitze des Thermometers sollte mit einer Körpercreme oder Vaseline ummantelt werden, damit sie besser in den Anus gleitet“, empfiehlt die Veterinärin. Dann führt man das Thermometer je nach Größe des Tieres langsam ein bis zwei Zentimeter tief in den Anus ein, löst die Messung aus und wartet bis der Piepton kommt, der das Ende des Messvorgangs anzeigt.
Die Normaltemperatur bei Hund und Katze liegt zwischen 37,5 und 39 °C. Welpen dürfen auch 39,3 °C haben, ohne dass sie krank sind. Meerschweinchen und Kaninchen liegen mit einer maximalen Normaltemperatur von 39,5 °C sogar noch ein bisschen darüber. Bei Pferden und Ponys sollte die Körpertemperatur nicht über 38,3 °C liegen. Zeigt das Messgerät Werte über den genannten Bereichen für die jeweilige Tierart an, sollte ein Tierarzt angerufen werden.
„Bei besonders großen Tieren und hier vor allem bei Pferden muss das Thermometer übrigens gut festgehalten werden“, gibt die Tierärztin als abschließenden Rat mit auf den Weg. Durch die Muskulatur am After kann das Thermometer sonst ins Innere des Enddarms gezogen werden, was – wie sich jeder Tierfreund denken kann – unbedingt vermieden werden sollte.




