Insekten, Spinnentiere und Schnecken

Hummeln sind Wildbienen

Gemäß der wissenschaftlichen Klassifikation gehören Hummeln zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Sämtliche Bienenarten außer der vom Menschen gehaltenen Honigbiene, sind Wildbienen.

Innerhalb der großen Bienen-Familie bilden Hummeln die Gattung Bombus, was so viel wie „dumpfer Ton“ oder „Brummen“ bedeutet. Eine passende Bezeichnung, denn vor allem Königinnen, die im zeitigen Frühjahr auf der Suche nach einem geeigneten Nest umherfliegen, tun dies mit lautem Gebrumm. Während die meisten Wildbienen einzeln (solitär) leben, bilden fast alle Hummelarten Staaten. Ihr Volk, bestehend aus Arbeiterinnen, Männchen (Drohnen) und einer Königin, kann viele hundert Exemplare umfassen. Anders als bei der Honigbiene sind die Hummelkolonien jedoch nur einjährig. Hummeln sind unter anderem aufgrund ihrer großen Bestäubungsleistung sehr nützlich. Eines dieser fleißigen Insekten kann täglich fast 1.000 Blüten anfliegen und bestäuben. Eine Honigbiene kommt dagegen nur auf etwa 200 Blüten. Vielleicht liegt es an der unglaublich hohen Schlagfrequenz von 240 Mal pro Sekunde, die eine Hummel mit ihren zwei Flügelpaaren schafft. Schneller ist nur die Stechmücke mit 295 Mal pro Sekunde.

Normalerweise sind Hummeln sehr friedfertig. Sowohl die Arbeiterinnen als auch die Königinnen besitzen jedoch einen Stachel, den sie, wenn sie sich extrem bedroht fühlen, auch einsetzen.

Ursula Bauer

Diplom-Biologin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

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