In der Anbindehaltung, die hauptsächlich Milchkühe betrifft, stehen die Tiere auf festen Plätzen dicht nebeneinander. Durch Ketten, Gitter, Halsrahmen oder Gurte fixiert, können sie sich kaum bewegen. Arteigene Bedürfnisse der Tiere sind massiv eingeschränkt.
Wenn Rinder mehr als nur vorübergehend an einer Stelle fixiert ausharren müssen, sind Verhaltensauffälligkeiten vorprogrammiert. Meist beginnt es in jungen Jahren mit Zungenschlagen oder Harntrinken. Aus Langeweile werden auch Stangen und Ketten benagt. Mit zunehmendem Alter verwandeln sich die bewegungsfreudigen, neugierigen Tiere dann in apathische Schatten ihrer selbst, die sich scheinbar emotionslos in ihr Schicksal gefügt haben.
Trotz diesem Wissen werden deutschlandweit noch immer über eine Million Rinder angebunden gehalten. In Niedersachsen betrifft dies nach Schätzungen mehr als 1.000 Betriebe.





