Hausschweine | Massentierhaltung

Schweinehochhäuser in China

Die als Schweinehochhaus bekanntgewordene Zuchtanlage in Maasdorf bei Köthen ist vielen deutschen Tierschützern der Inbegriff der Massentierhaltung.

Das ehemalige Schweinehochhaus in Maasdorf bei Köthen (Sachsen-Anhalt).
Das ehemalige Schweinehochhaus in Maasdorf bei Köthen (Sachsen-Anhalt). Foto: Jan Peifer

Auf sechs Etagen wurden hier zu DDR Zeiten mehrere Tausend Tiere gehalten, noch 2018 lebten hier etwa 3.000 Schweine. Nach massiven Protesten, Demonstrationen und viel Öffentlichkeitsarbeit steht das Schweinehochhaus seit drei Jahren leer. Doch genau dieses ehemalige DDR-Prestigeprojekt wird nun in China als Vorbild genutzt.

Muyuan Foods, der führende Schweineproduzent, errichtet derzeit die größte Schweinezuchtanlage der Welt: In insgesamt 21 mehrstöckigen Gebäuden sollen 84.000 Schweine leben, jährlich sollen hier mehr als 2 Millionen Schweine „produziert“ werden. Anders als in Deutschland sind in Asien die Preise für Schweinefleisch hoch und große Gewinne möglich. Gleichzeitig ist das Platzangebot oft sehr limitiert. Auf der neuen Anlage können durch die Nutzung mehrerer Ebenen fünfmal mehr Tiere gehalten werden als in einem normalen Betrieb mit der gleichen Fläche. Einmal mehr wird hier deutlich: Um die Schweine geht es schon lange nicht mehr, das einzige Ziel ist der Profit auf Kosten der Tiere.

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