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Wildtiere haben keine Bremse. Sie schon!

Unser Kollege Andreas vom Berliner Aufklärungsteam hat heute auf dem Weg zur Arbeit mit ansehen müssen, wie ein Hase auf der Straße angefahren wurde. Der Unfall geschah in einem Kreisverkehr in Berlin, auf dessen großer Mittelinsel sehr viele Wildkaninchen leben.

Foto: © Both

Der Fahrer fuhr weiter, während unser Kollege sein Auto sicher an die Seite lenken und das schwer verletzte Tier von der Straße bergen konnte. Leider hat der Hase es nicht geschafft, er musste wenig später vom Tierarzt erlöst werden.

Unfälle mit Wildtieren passieren im Straßenverkehr leider immer wieder. Für die verunglückten Vierbeiner enden die meisten dieser Zusammenstöße leider tödlich.

Tierfreunde fahren vor allem in Waldstücken und Flurbereichen vorsichtig!

Aber auch an besonderen Stellen wie dem oben beschriebenen Berliner Kreisverkehr, an denen offenkundig viele Wildtiere leben, gehen Tierfreunde besser vom Gas und fahren besonders umsichtig.

Gerade jetzt, wie die Dämmerung wieder früher einsetzt und bestimmte Wildtiere wie zum Beispiel Eichhörnchen besonders aktiv sind, ist die Gefahr eines Wildunfalles vielerorts groß.

Denkt bitte immer daran: Wildtiere haben keine Bremse. Ihr schon!

Leider hat es der Hase nicht geschafft, er musste vom Tierarzt erlöst werden. Foto: © Marut

Und wenn es doch zum Unfall gekommen ist?

Kommt es zu einem Unfall mit einem Tier, sollte man die Polizei verständigen. Vor allem dann, wenn es um einen Wildtierunfall und den daraus resultierenden Schadensanspruch geht. Zudem fallen Wildtiere wie Rehe, Füchse oder Wildschweine unter das Jagdrecht. Wer ein Wildtier einfach mitnimmt, macht sich womöglich strafbar.

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