Pressemitteilung

Zuviel ist Zuviel

Neuste Forschungsergebnisse zeigen – ein Salzleckstein für Pferde ist vollkommen ausreichend. Zusätzliche Gaben von Salz beigemischt ins Futter schaden mehr, als sie nützen. Wenn Pferde gearbeitet werden, schwitzen sie viel. Ihr Schweiß ist sehr salzhaltig. Parallel dazu befinden sich in der üblichen Pferdenahrung relativ wenig dieser Mineralstoffe. Deshalb galt bisher die Empfehlung, man möge zusätzlich zum Salzleckstein das Pferdefutter mit salzhaltigen Mischungen anreichern. Doch dieser Fütterungsratschlag ist nun obsolet.

Foto: Foto: Alexas_Fotos. Lizenz: Pixabay

Eine deutsche Forschergruppe untersuchte über zwei Monate lang eine Gruppe Pferde, von denen ein Teil der Tiere ganz ohne Salzbeimengungen, ein Teil mit mittlerem und der dritte Teil mit stark salzhaltigem Futter versorgt wurde. Letztere Variante entspricht der bisherigen Empfehlung für Sportpferde. Daneben bekamen sie die üblichen Heurationen. Die Wissenschaftler nahmen während dieser Zeit mehrfach Blut- und Urinproben.

„In der Summe ergaben die Studien, dass die Salzbeigaben mehr schaden als nützen“, fasst Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die Ergebnisse zusammen. Blut und Urin der Tiere wurden sauer, die Nieren zusätzlich belastet. Der Mineralstoffhaushalt geriet durcheinander. „Besonders letzteres kann langfristig Konsequenzen für Knochen und Gelenke haben“, warnt die Tierärztin.

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig. Für fast alle Pferde, auch wenn sie im Sport eingesetzt werden, ist das Angebot eines einfachen Salzlecksteins in der Box ausreichend. Auf Salzbeimengungen zum Futter sollte verzichtet werden. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

weitere Informationen bei:

Dr. med. vet. Tina Hölscher

Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

Mobil: +49 177 2451198
E-Mail: tierarzt[at]aktiontier.org