Das rund vier Zentimeter starke, reißfeste und witterungsbeständige Spezialseil wurde in etwa neun Metern Höhe zwischen zwei Straßenbäumen angebracht. Dank spezieller Schutzschlaufen bleibt die Baumrinde unversehrt. Ein leichter Durchhang des Seils ist gewünscht, damit die natürliche Bewegung der Bäume im Wind möglich bleibt.
Der Standort wurde bewusst ausgewählt: Der kleine Park mit altem Baumbestand, der Körnerteich sowie strukturreiche Hausgärten und der nahegelegene Uhlenforst bieten ideale Lebensbedingungen für Eichhörnchen. Gleichzeitig stellt die stark befahrene Kohlisstraße auch tagsüber eine erhebliche Gefahrenquelle dar.
Um die Hörnchen anzulocken, wurden Futterkästchen angebracht, die von einer tierfreundlichen Anwohnerin aufgefüllt werden. So können die Tiere die „Luftbrücke“ entdecken und künftig hoffentlich rege nutzen. Eine fest installierte Wildkamera wird, sobald es soweit ist, entsprechende Aufnahmen liefern.
Dass solche „Luftbrücken“ funktionieren, zeigen bestehende Standorte: So betreiben wir seit über zehn Jahren erfolgreich Querungshilfen am Müggelseedamm in Berlin sowie in der Dantestraße in München. Die Nutzung wird dort regelmäßig nachgewiesen; überfahrene Tiere wurden seit den Installationen nicht mehr festgestellt.
Mit der neuen Eichhörnchenbrücke in Mahlsdorf ist eine weitere lebensrettende Tierschutzmaßnahme im urbanen Raum entstanden, die einen wirkungsvollen und nachhaltigen Beitrag zum Artenschutz leistet.

