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aktion tier Kampagne Tierschutz-Katzenverordnung jetzt!

Tierschutz-Katzenverordnung jetzt!
Es ist höchste Zeit, dass auch für die Katzenhaltung spezielle gesetzliche Regeln erlassen werden. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die von uns geforderte Tierschutz-Katzenverordnung darf nicht verwechselt werden mit der in vielen Städten und Gemeinden geltenden Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Privatkatzen mit Freigang, die häufig als Katzenschutzverordnung bezeichnet wird! Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die im Folgenden aufgelisteten Bestimmungen sollten aus unserer Sicht unbedingt in einer Tierschutz-Katzenverordnung enthalten sein. Sie beziehen sich nur auf die Privathaltung von Hauskatzen. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Jeder Halter muss für den einwandfreien gesundheitlichen Zustand seiner Katze sorgen. Regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt sind unerlässlich, damit die Katze gesund bleibt. Foto: © aktion tier, Ursula bauer
Tierschutz-Katzenverordung
Jeder Halter muss für den einwandfreien Pflegezustand seiner Katze sorgen. Werden Langhaarkatzen nicht regelmäßig gebürstet, verfilzt das Fell, wodurch bakterielle Entzündungen, Pilzerkrankungen und Ekzeme entstehen können. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Jeder Katzenhalter muss eine unkontrollierte Vermehrung verhindern. Alle Kater und Katzen mit Freigang müssen grundsätzlich kastriert werden. Foto: © Ursula Bauer
Ob mit oder ohne Freilauf – jeder Kater und jede Katze muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in einem Haustierregister angemeldet sein. Foto: © aktion tier e.V.
Alle Hauskatzen mit Freilauf müssen gegen die häufigsten Infektionskrankheiten (Leukose, FIP, Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut) geimpft und regelmäßig entwurmt werden. Vor allem Freigänger, die gerne mal Mäuse fangen, sollten in jedem Fall vierteljährlich gegen Bandwürmer entwurmt werden. Foto: © Ursula Bauer
Tierschutz-Katzenverordung
Raumbedarf: Für 1-2 Katzen müssen mindestens 15 m² frei verfügbare Bodenfläche vorhanden sein. Für jede weitere Katze sind zusätzlich 2m² erforderlich. Außerdem muss der Aufenthaltsraum mindestens 2m hoch sein. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Tierschutz-Katzenverordung
Die Aufenthaltsbereiche der Katzen müssen sauber und trocken sein. Sowohl die Temperatur als auch die Lichtverhältnisse müssen denen von Wohnräumen entsprechen. Foto: © aktion tier e.V.
So nicht! Die Gestaltung der Aufenthaltsbereiche muss tier- und verhaltensgerecht sein. Katzen sind keine reinen Bodenbewohner. Sie brauchen Möglichkeiten zum Springen, Klettern und Spielen sowie etwas zum Krallenschärfen. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Tierschutz-Katzenverordung
Pro Katze muss mindestens 1 Schlafplatz vorhanden sein, der an einer ruhigen und ungestörten Stelle eingerichtet wird. Katzen brauchen einen Rückzugsort, der sich nicht in der Nähe der Katzentoilette oder des Fressplatzes befinden darf. Foto: © Ursula Bauer
Katzen sind beliebte Haustiere
Katzen dürfen weder in dauerhafter Außenhaltung noch in einem von der übrigen Wohnung isolierten Raum gehalten werden. Sie müssen Zugang zu den von ihrem Halter bewohnten Räumen sowie täglich mindestens sechs Stunden Sozialkontakt mit ihren Bezugspersonen haben. Foto: aktion tier Meissen
Privat gehaltene Katzen dürfen nicht in Käfige gesperrt werden. Kurzzeitige Ausnahmen sind zum Beispiel aufgrund einer Krankheit möglich. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Tierschutz-Katzenverordung
Balkone und Kippfenster müssen mit einer speziellen Schutzvorrichtung abgesichert sein. Katzen können vom Balkon springen oder fallen – egal aus welchem Stockwerk. Foto: © Jeanette Dressler
Wer mehrere Katzen in einer Gruppe hält, muss darauf achten, dass sich alle gut miteinander verstehen. Unverträgliche Tiere müssen aus der Gruppe entfernt werden. Foto: © Ursula Bauer
So nicht! Katzen müssen jederzeit Zugang zu frischem, sauberem Trinkwasser haben. Außerdem muss eine regelmäßige, ausreichende Fütterung mit artgerechtem Futter gewährleistet sein. Tränk- und Futtergefäße müssen täglich gereinigt werden. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Es muss pro Katze mindestens 1 Katzentoilette zur Verfügung stehen, die täglich gereinigt wird. Katzentoiletten sind immer weit entfernt vom Fressplatz aufzustellen. Nur ein ausreichend großes und immer sauberes Katzenklo macht die Katze froh. Foto: © Ursula Bauer
Katzenwelpen dürfen erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Denn eine zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern führt bei den Katzenjungen meist zu gesundheitlichen und seelischen Problemen sowie zu Verhaltensstörungen. Foto: © Harry Kindt
Jungtiere bis zu 1 Jahr dürfen nicht einzeln gehalten werden. Und erwachsene Katzen dürfen nur dann einzeln gehalten werden, wenn nachweislich die Vergesellschaftung mit einer Partnerkatze nicht funktioniert. Die meisten Katzen sind keine Einzelgänger – sie lieben und brauchen den Kontakt zu Artgenossen. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Jeder, der eine Katze hält oder halten will, muss über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
 
 

Von Ursula Bauer, Mai 2016. Die Katze ist mit Abstand unser beliebtestes Haustier. Spezielle gesetzliche Regelungen zur Haltung von Hauskatzen existiert hierzulande jedoch nicht. Mit dieser Kampagne für eine Tierschutz-Katzenverordnung möchten wir dazu beitragen, dass unsere Hauskatzen in Zukunft den Hunden gleichgestellt sind und endlich den rechtlichen Schutz erhalten, den sie dringend brauchen. 

Rund 12 Millionen Samtpfoten sollen deutschlandweit allein in Privathaushalten leben. Hinzu kommen die Katzen zum Beispiel in Tierheimen, Tierpensionen, Zuchten und Versuchslaboren.

Im Gegensatz zu Hunden fehlt es hierzulande jedoch an einer Halteverordnung für Hauskatzen. Dabei leben mit 6,8 Millionen Tieren wesentlich weniger Hunde als Katzen in Deutschland. Trotzdem gibt es seit 2001 eine bundesweit geltende Tierschutz-Hundeverordnung. Die darin enthaltenen Bestimmungen gehen über das eher allgemein gehaltene Tierschutzgesetz hinaus und gewähren Hunden daher einen zusätzlichen Schutz.

Es ist höchste Zeit, dass dieser ungerechte Zustand beendet wird und auch für die Katzenhaltung spezielle gesetzliche Regeln erlassen werden. Im Rahmen unserer Tierschutzarbeit erleben wir regelmäßig, dass Hauskatzen durch ihre Besitzer Schmerzen, Leiden und Schäden zufügt werden. Da werden zum Beispiel viel zu viele Tiere auf engem Raum gehalten und sehr oft findet eine unkontrollierte Vermehrung statt, da die Katzen nicht kastriert sind. Die Miezen müssen häufig in vermüllten und verdreckten Wohnungen unter chaotischen Bedingungen leben. Und viele Halter gehen nicht zum Tierarzt, wenn ihre Katzen krank sind.

Das natürlich auch für unsere Samtpfoten geltende Tierschutzgesetz enthält lediglich pauschale Anforderung an die Haltung von Tieren im Allgemeinen. So steht zum Beispiel in §2 sinngemäß: Wer ein Tier hält, muss es seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Was bedeutet das nun genau für die Haltung von Hauskatzen? Darf ich 10 Katzen in einer 20m² großen Privatwohnung halten? Was muss ich als Züchter beachten? Wie sind Katzen in einem Tierheim oder in einem Versuchslabor zu halten? Und was genau bedeutet eine verhaltens- oder tiergerechte Unterbringung?

Durch eine speziell auf die Bedürfnisse von Katzen zugeschnittene Verordnung würden alle Privatpersonen und Institutionen, die Hauskatzen halten, endlich wissen, was erlaubt ist und was nicht. Darüber hinaus hätten auch Amtstierärzte eine bessere Grundlage zur Beurteilung von Katzenhaltungen. 

Die von uns geforderte Tierschutz-Katzenverordnung darf nicht verwechselt werden mit der in vielen Städten und Gemeinden geltende Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Privatkatzen mit Freigang, die häufig als Katzenschutzverordnung bezeichnet wird! Diese Kastrationsverordnung soll die Straßenkatzen-Populationen eindämmen und hat nichts mit einer Tierschutz-Katzenverordnung zu tun, welche sich vorrangig auf die Haltung von Hauskatzen bezieht.


Abstammung

Die Hauskatze (Felis silvestris catus) ist ein Säugetier und gehört zu den fleischfressenden Raubtieren (Carnivora). Über ihre Abstammung streiten sich die Gelehrten. Die Mehrheit geht jedoch davon aus, dass unsere Samtpfoten von verschiedenen, im Nahen Osten beheimateten Unterarten der Wildkatze (Felis silvestris) abstammen. Dort begann auch vor etwa 9.500 Jahren das Zusammenleben von Mensch und Katze. Angezogen von den Mäusen und Ratten in Scheunen und Getreidespeichern kamen die ersten Wildkatzen aus freien Stücken und wurden von den Bauern als nützliche Bewohner betrachtet. Im Laufe der Zeit wurden die Katzen dann gezähmt und schließlich über die ganze Welt verbreitet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich in Europa die importierten Katzen mit der hier heimischen Europäischen Wildkatze mischten. Die planmäßige Züchtung von Rassekatzen erfolgte jedoch erst vor etwa 150 Jahren. Zu den ersten Katzenrassen zählen die Angorakatze und die Siamkatze.

Fortpflanzung

Eine männliche Katze nennt man ´Kater´, die weibliche Katze heißt ´Kätzin´ und das Katzenjunge ist ein ´Welpe`. Weibliche Katzen können bis zu 3 x im Jahr zwischen 2 und 6 Junge zur Welt bringen.

Katzenrassen

Im Gegensatz zu den Hunden, die dem Menschen beispielsweise als Jagd- oder Hütehund, Wach- oder Blindenhund dienten und daher auf die dafür erforderlichen Fähigkeiten hin gezüchtet wurden, ging es bei der Katzenzucht immer nur um das Aussehen der Tiere. Weltweit gibt es ca. 100 verschiedene Katzenrassen, von denen jedoch nur ca. 40 in Deutschland gezüchtet werden. Die Rassen unterscheiden sich oft erheblich in der Felllänge, Fellfarbe, Größe, Kopf- und Körperform.

Sinne

Als Raubtiere besitzen Katzen ein unglaublich gutes Seh- und Hörvermögen, was besonders wichtig für die Jagd ist. Ihre Ohrmuscheln können unabhängig voneinander um 180 Grad gedreht werden, so dass auch das leiseste Rascheln beispielsweise von Mäusen registriert wird. Zwar ist der Geruchssinn einer Katze doppelt so gut wie der menschliche, aber längst nicht so gut wie der des Hundes. Da sie überwiegend nachtaktiv sind, besitzen Katzen vor allem an der Schnauze und über den Augen lange Tasthaare, über die Signale aus der Umgebung empfangen werden. Durch diese auch als `Schnurrhaare` bezeichneten, hochempfindlichen Haare können sich die Tiere auch bei völliger Dunkelheit gut orientieren. Katzen haben außerdem einen besser funktionierenden Gleichgewichtssinn als wir Menschen. Den brauchen sie auch, da sie keine reinen Bodenbewohner sind. Sie springen und klettern viel und können elegant auf schmalsten Zäunen balancieren.

Lebenserwartung

Bei tiergerechter Haltung, guter Pflege und regelmäßigen Gesundheitskontrollen durch den Tierarzt können Hauskatzen zwischen 15-23 Jahre alt werden. Im Guinness Buch der Rekorde ist sogar ein Kater aufgeführt, der 31 Jahre alt sein soll.

Die private Katzenhaltung

Eine art- oder tiergerechten Katzenhaltung setzt fundierte Kenntnisse der Besitzer voraus. Wer nichts über Katzen und ihre Bedürfnisse weiß, kann ihnen auch nicht gerecht werden. Ebenfalls sehr wichtig sind viel Zeit und Liebe. Zum Spielen, Kuscheln, Füttern und Saubermachen des Katzenklos sollte man in jedem Fall täglich mehrere Stunden Zeit erübrigen. Außerdem muss jeder Halter dafür Sorge tragen, dass sein Tier gepflegt und gesund ist.

Katzen, die Freigang gewohnt sind, sollte man auch die Möglichkeit geben, nach draußen zu gehen. Manch ein Stubentiger bleibt jedoch von sich aus lieber zu Hause. In jedem Fall muss ein Katzenhaushalt über ausreichend Platz und interaktive, artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten verfügen. Geeignet sind hier verschiedene Kratzbäume, Kratzbretter, Kletterwände und Spielzeug. Ein Futterplatz, Katzentoiletten sowie möglichst mehrere Schlafplätzchen und Ruhehöhlen gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Für reine Wohnungskatzen bietet ein mit einem speziellen Netz oder Drahtgitter gesicherter Balkon oder Freilauf zusätzlich eine gute Möglichkeit, sich an der frischen Luft aufzuhalten.

Katzen sind sehr soziale Tiere. Die meisten von ihnen mögen und brauchen den Kontakt zu Artgenossen. Nur wenn sie jahrelang einzeln gehalten wurden, verlernen sie die Kommunikation mit anderen Miezen und werden zu echten Einzelgängern. Auch Straßenkatzen leben immer in unterschiedlich großen Gruppen zusammen. Unsere Hauskatzen benötigen neben ihren Menschen entweder eine Partnerkatze oder die Möglichkeit, draußen herumzulaufen um andere Katzen zu treffen. Eine erzwungene Einzelhaltung kann zum Beispiel aggressives Verhalten, Depression, Hyperaktivität oder Zerstörungswut zur Folge haben. Wir empfehlen daher, gleich zwei Katzengeschwister aus einem Wurf anzuschaffen, die sich von Geburt an kennen und, wann immer sie mögen, miteinander kuscheln und toben können.

Kosten

Die reinen Anschaffungskosten sind sehr unterschiedlich. Ein Kätzchen vom Bauernhof bekommt man entweder geschenkt oder für wenige Euro. Aber Vorsicht: die Tiere sind oft krank! Seltene Rassekatzen vom Züchter können hingegen bis zu 1.200 Euro kosten. Für eine Katze aus dem Tierheim zahlt man in der Regel eine Schutzgebühr von 50 bis 150 Euro. Die jährlichen Kosten für Futter, Spielzeug, Tierarztbesuche etc. belaufen sich auf etwa 800 bis 1.000 Euro (Operationen oder teure Medikamente nicht mitgerechnet). Wer nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt, sollte auf eine Katzenhaltung besser verzichten.


Inhalte der Tierschutz-Katzenverordnung

Die im Folgenden genannten Bestimmungen sollten aus unserer Sicht unbedingt in einer Tierschutz-Katzenverordnung enthalten sein. Sie beziehen sich nur auf die Privathaltung von Hauskatzen. Die endgültige Tierschutz-Katzenverordnung müsste natürlich Regeln für alle Formen der Hauskatzenhaltung beinhalten!

  1. Jeder Halter muss für den einwandfreien gesundheitlichen Zustand seiner Katze sorgen. Regelmäßige Kontrollen durch einen Tierarzt sind unerlässlich, damit die Katze gesund bleibt.
  2. Jeder Halter muss für den einwandfreien Pflegezustand seiner Katze sorgen. Werden Langhaarkatzen nicht regelmäßig gebürstet, verfilzt das Fell, wodurch bakterielle Entzündungen, Pilzerkrankungen und Ekzeme entstehen können.
  3. Jeder Katzenhalter muss eine unkontrollierte Vermehrung verhindern. Alle Kater und Katzen mit Freigang müssen grundsätzlich kastriert werden. 
  4. Ob mit oder ohne Freilauf - jeder Kater und jede Katze muss mit einem Microchip gekennzeichnet und in einem Haustierregister angemeldet sein. Entlaufene Katzen können hierdurch schnell identifiziert und ihrem Besitzer zurückgegeben werden. Auch die Zahl der ausgesetzten Katzen wird durch die Chip- und Registrierpflicht deutlich zurückgehen, da die Täter erkannt und zur Rechenschaft gezogen werden können.
  5. Alle Hauskatzen mit Freilauf müssen gegen die häufigsten Infektionskrankheiten (Leukose, FIP, Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut) geimpft und regelmäßig entwurmt werden. Vor allem Freigänger, die gerne Mäuse fangen, sollten vierteljährlich gegen Bandwürmer entwurmt werden.
  6. Raumbedarf: Für 1-2 Katzen muss mindestens 15 m² frei verfügbare Bodenfläche vorhanden sein. Für jede weitere Katze sind zusätzlich 2m² zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss der Aufenthaltsraum mindestens 2m hoch sein.
  7. Die Aufenthaltsbereiche der Katzen müssen sauber und trocken sein. Sowohl die Temperatur als auch die Lichtverhältnisse müssen denen von Wohnräumen entsprechen.
  8. Die Gestaltung der Aufenthaltsbereiche muss tier- und verhaltensgerecht sein. Katzen sind keine reinen Bodenbewohner. Sie brauchen Möglichkeiten zum Springen, Klettern und Spielen sowie etwas zum Krallenschärfen.
  9. Pro Katze muss mindestens 1 Schlafplatz vorhanden sein, der an einer ruhigen und ungestörten Stelle eingerichtet wird. Katzen brauchen einen Rückzugsort, der sich nicht in der Nähe der Katzentoilette oder des Fressplatzes befinden darf.
  10. Katzen dürfen weder in dauerhafter Außenhaltung noch in einem von der übrigen Wohnung isolierten Raum gehalten werden. Sie müssen Zugang zu den von ihrem Halter bewohnten Räumen sowie täglich mindestens vier Stunden Sozialkontakt mit ihren Bezugspersonen haben. Wer Katzen hält, muss mit ihnen leben und sich für sie Zeit nehmen.
  11. Privat gehaltene Katzen dürfen nicht in Käfige gesperrt werden. Kurzzeitige Ausnahmen sind nur zum Beispiel aufgrund einer Krankheit erlaubt.
  12. Balkone und Kippfenster müssen mit einer speziellen Schutzvorrichtung abgesichert sein.
  13. Wer mehrere Katzen in einer Gruppe hält muss darauf achten, dass sich alle gut miteinander verstehen. Unverträgliche Tiere müssen aus der Gruppe entfernt werden.
  14. Katzen müssen jederzeit Zugang zu frischem, sauberem Trinkwasser haben. Außerdem muss eine regelmäßige, ausreichende Fütterung mit artgerechtem Futter gewährleistet sein. Tränk- und Futtergefäße müssen täglich gereinigt werden.
  15. Es muss pro Katze mindestens 1 Katzentoilette zur Verfügung stehen, die täglich gereinigt wird. Katzentoiletten sind immer weit entfernt vom Fressplatz aufzustellen.
  16. Katzenwelpen dürfen erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Eine zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern führt bei den Katzenjungen meist zu gesundheitlichen und seelischen Problemen sowie zu Verhaltensstörungen.
  17. Jungtiere bis zu 1 Jahr dürfen nicht einzeln gehalten werden. Und erwachsene Katzen dürfen nur dann einzeln gehalten werden, wenn nachweislich die Vergesellschaftung mit einer Partnerkatze nicht funktioniert.
  18. Jeder, der eine Katze hält oder halten will, muss über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen 

Tierschutz-Katzenverordnung jetzt!